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Zoo und Hochzeit

Autor: Wiebke | Datum: 18 Mai 2010, 12:16 | 485 Kommentare

Bald sind in hier Siantar Bürgermeisterwahlen. Das ist für uns sehr praktisch, da zu einer ordentlichen Wahlkampfkampagne auch der Besuch von Kinderheimen gehört, und natuerlich eine kleine Spende. Einer der Kandidaten hat sehr grosszügig 30 Freikarten fuer den Zoo verteilt. Normal 0 false false false

Das haben wir Himmelfahrt dann auch sofort ausgenutzt. 30 Kinder, vier Jugendliche und ich. Ich hatte erst Sorge, dass das schief geht oder uns einer verloren geht und was sonst noch passieren kann, aber es hat alles geklappt, und die Kinder waren völlig begeistert. Nur das arme Huhn im Schlangenkäfig fanden sie nicht so optimal. Es gab sogar ein Quiz, wobei die schwierigste Frage die nach der Anzahl der Schildkröten war. Zählt ein Schildkrötenbaby ganz oder nur halb? Zählt man die Schildkröte mit, die man unter dem Stein gar nicht sieht, die ja aber vielleicht da sein könnte? Und zählt die Krokodilschildkröte zu den Schildkröten oder zu den Krokodilen? Was sie aber schnell herausgfunden haben war: „Was ist ein Liger?“ Das wusste ich selber vorher nicht, aber sie mussten da gar nicht lange drüber nachdenken. Auch schlau: „Welches Tier ist das kleinste im ganzen Zoo?“ – „Das Kleintier.“

Vor zwei Wochen hat mich Wiwi Damanik, die als Vem- Freiwillige in Afrika war, gefragt, ob ich bei ihrer Hochzeit  ihre „Pendamping“, Begleiterin, also so eine Art Brautjungfer,  werden will. Am 15. 05. War die Feier, und es war ein sehr anstrengender Tag. Aber auf jeden Fall ein einmaliges Erlebniss. Morgens um 05.00 Uhr sind wir aufgestanden, sind zum Frisör gefahren, haben uns umgezogen und dann auf die Dorfältesten gewartet, deren Gebet ein wenig verspätet kam. Dann sind wir mit der Braut zum Haus des Bräutigams gefahren, wo es Frühstück gab, und der Kameramann mit den Aufnahmen anfing. Dann zur Kirche, wo der Pastor fast den Segen vergessen hätte. Das anstrengende die ganze Zeit ist das Lächeln, Stehen , Sitzen, Händeschütteln, vor allem für die Braut. Nach der Kirche folgte die traditionelle Adat- Feier, bei der sich die Familien kennenlernen, getanzt, Brautpreise verhandelt und Ulos, traditionel gewebte Tücher, verteilt werden. Da waren wir aber nicht mehr beteiligt und hatten am Rand der Feier noch Spaß und Unmengen Fotos.  Ich war zeimlich schnell völlig k.o. vor Hitze, Make-up,Müdigkeit,  Korsett(!), Reden, Tanzen und Hin- und Herlaufen,  aber Dio konnte immer noch weitertanzen. Abends um halb neun erst sind wir wieder nach Hause gefahren. Ich glaube, als Braut hier würde ich irgendwann sicher ohnmächtig werden.

guckt mal bei den fotos!

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